Flugfunk und Flugfunkgeräte

Der Flugfunk ist ein Mobilfunkdienst zwischen Bodenfunkstellen, zum Beispiel dem Tower, und Luftfunkstellen, also Piloten, oder zwischen Luftfunkstellen, an dem auch Rettungsgerätfunkstellen teilnehmen dürfen. Andere Bezeichnungen für Flugfunk sind auch Mobiler Flugfunkdienst oder Beweglicher Flugfunkdienst (aeronautical mobile service). Prinzipiell wird für die Nutzung des Flugfunks ein Flugfunkzeugnis benötigt. Ausgenommen von der Zeugnispflicht sind Luftfunkstellen an Bord von Freiballon / Heißluftballon, Luftsportgeräten und Segelflugzeugen, soweit sie nicht in den Lufträumen B, C und D betrieben werden und Funkstellen in Kraftfahrzeugen (PKW, Bulli, etc.), die ausschließlich für die Kommunikation mit Luftfunkstellen in Freiballonen, Luftsportgeräten und Segelflugzeugen betrieben werden. Weitere Ausnahmen sind Luftfunkstellen an Bord von Luftfahrzeugen, die bei der Ausbildung von Luftfahrtpersonal zum Einsatz kommen oder Bodenfunkstellen, die ausschließlich für die Übermittlung von Flugbetriebsmeldungen zu Ausbildungszwecken dienen. Außerdem dürfen Berechtigte, die Wartungsarbeiten und Reparaturarbeiten an Funkgeräten durchführen, zur Überprüfung der Reparaturen am Flugfunk teilnehmen. Weitere Teilnehmers am Flugfunk können Personen sein, die sich mit Kraftfahrzeugen auf den Betriebsflächen eines Flughafens bewegen oder Inhaber entsprechender gültiger Militärerlaubnisse sind.

REXON RHP-530E

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Flugfunkgerät REXON RHP-530E

Es gibt verschiedene Handfunkgeräte zahlreicher Hersteller wie ICOM , YAESU oder REXON. Das Flugfunkgerät von REXON überzeugt durch die Bedienung und den Leistungsumfang: REXON RHP-530E (mit VOR oder ohne VOR) und 8.33KHz Kanalabstand.

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Wieso wird ein Kanalabstand von 8.33 KHz genutzt?

Flugfunk wird im Frequenzbereich von 117,975 bis 137 MHz betrieben (VHF-Band oder auch Very High Frequency). Die deutsche Bezeichnung für dieses Frequenzband ist „Ultrakurzwelle“. In der „Lücke“ von 108 bis 117,975 MHz zwischen dem UKW-Hörfunkband und dem Flug-Sprechfunkband befinden sich andere Flugfunkdienste, zum Beispiel bestimmte Navigationsfunkfeuer (VOR, DME) und Instrumentenlandesysteme (ILS).

UKW-Hörfunk 87,5–108 MHz / FM
VOR, DME, ILS 108–117,975 MHz / AM
Flug-Sprechfunk 117,975–137 MHz / AM

Durch die ursprüngliche Rasterung der Funkgeräte mit einem Kanalabstand von 50 kHz entstanden in dem Frequenzbereich 117,975–137 MHz / AM ursprünglich 360 Sprechkanäle. n den 70er Jahren wurde dies durch einen verringerten Kanalabstand von 25 kHz auf 720 Kanäle erweitert. Der weitaus höhere Bedarf an Kanälen führte zur Entwicklung von Funkgeräten mit einem Kanalabstand von 8,33 kHz - die Anzahl der nutzbaren Funkkanäle wurde verdreifacht. Die Frequenzen des 8,33 kHz-Rasters werden in Europa gegenwärtig nicht überall eingesetzt (nur über FL 195), sollen aber bis 2018 sukzessive eingeführt werden. Die tatsächlich genutzten Frequenzen liegen größtenteils noch im traditionellen 25-kHz Raster. Flugfunk setzt die Amplitudenmodulation (AM) ein. AM bietet zwar keinen so guten Klang wie die im UKW-Hörfunk eingesetzte Frequenzmodulation (FM), ermöglicht aber dafür auch bei schwachem Empfang noch eine brauchbare Verständlichkeit und reagiert störungssicherer. Die Betriebsart im Sprechfunk ist generell Wechselsprechen: auf der gesamten Frequenz kann zu einem Zeitpunkt immer nur einer sprechen (im Gegensatz zum „Gegensprechen“, wie wir es vom Telefon oder Handy kennen).

Regeln im Flugfunk

Im Flugfunk wird das internationale Alphabet, auch Flugfunk Alphabet, Nato Alphabet oder ICAO Alphabet genannt, eingesetzt, um Zahlen und Buchstaben zu übermitteln. Das gilt vor allem für Rufzeichen und Abkürzungen.

Buchstabe / Letter

Wort / Word

A

alfa

B

bravo

C

charlie

D

delta

E

echo

F

foxtrott

G

golf

H

hotel

I

india

J

juliett

K

kilo

L

lima

M

mike

N

november

O

oscar

P

papa

Q

quebec

R

romeo

S

sierra

T

tango

U

uniform

V

victor

W

whiskey

X

x-ray

Y

yankee

Z

zulu

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